Ohrumschließende Kopfhörer legen gepolsterte Muscheln um das Ohr, dämpfen schon durch das Gehäuse und verteilen das Gewicht über den Bügel. In-Ear-Modelle tragen den Treiber im Gehörgang und dichten über Silikon- oder Schaumstoffstücke ab, was mit weniger Elektronik für Stille sorgt. Open-Ear-Kopfhörer klemmen einen Bügel außen an die Ohrmuschel, der Gehörgang bleibt frei. Für Bahn und Flugzeug zählt Dämpfung, beim Sport zählt, dass Sie Verkehr und Umgebung hören.
Bose In-Ear Kopfhörer wie die QuietComfort Ultra Earbuds 2. Gen. kosten 241 € und halten 6 Stunden, die offenen Ultra Open Earbuds schaffen 7 Stunden ohne Abschottung. Als beste Bose Over-Ear Kopfhörer im Vergleich stehen der QuietComfort Over-Ear mit 194 € und 24 Stunden sowie der QuietComfort SC mit 159 € vorn. Wer täglich zwei Stunden pendelt, kommt mit den In-Ear-Modellen über die Woche, für lange Strecken ist die Laufzeit der Over-Ear-Modelle sicherer.
Aktives Noise Cancelling arbeitet mit Mikrofonen, die den Lärm außen aufnehmen, und erzeugt per Elektronik einen Gegenschall. Tiefe, gleichmäßige Geräusche wie Motoren, Klimaanlagen und Lüftungen verschwinden weitgehend, Stimmen und hohe Töne bleiben teilweise hörbar. Dazu kommt die passive Dämpfung durch Polster oder Ohrstücke. Im Büro und im Zug bringt die Technik den größten Nutzen, im Straßenverkehr wird sie zum Risiko, wenn Sie nichts mehr hören.
Im Vergleich der sechs Modelle arbeiten fünf mit aktiver Geräuschunterdrückung, nur die Ultra Open Earbuds verzichten darauf. Beim QuietComfort Over-Ear schalten Sie zwischen Quiet und Aware, beim QuietComfort Ultra 2. Gen. kommt der Immersion-Modus dazu, der Noise Cancelling und räumlichen Klang mischt.
Die Laufzeit hängt an der Bauform und an den Funktionen: Ein großer Over-Ear hat Platz für einen stärkeren Akku, In-Ear-Modelle teilen sich die Energie mit dem Ladebehälter. Räumlicher Klang und aktives Noise Cancelling ziehen zusätzlich Strom, deshalb sinkt die Wiedergabezeit, sobald 360-Grad-Sound aktiv ist. Geladen wird über USB-C, die passenden Kabel liegen bei.
Der QuietComfort Ultra 2. Gen. hält bis zu 30 Stunden durch, mit 360-Grad-Sound 23 Stunden, der QuietComfort Over-Ear und der QuietComfort SC je 24 Stunden. Bei den QuietComfort Ultra Earbuds 2. Gen. sind es 6 Stunden, bei den Ultra Open Earbuds 7. Wer nur eine halbe Stunde Zeit hat, lädt den QuietComfort Over-Ear in 15 Minuten für zusätzliche Wiedergabezeit nach.
Bose Bluetooth Kopfhörer koppeln sich per Funk mit Smartphone, Tablet oder Notebook, die Reichweite liegt typischerweise bei rund zehn Metern ohne Hindernisse. Multipoint erlaubt die Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig, sodass ein Anruf am Handy das Notebook stumm schaltet. Für Video und Gaming zählt eine niedrige Latenz, sonst laufen Bild und Ton auseinander. Ein Kabelanschluss bleibt die Rückfallebene, wenn im Flugzeug kein Bluetooth erlaubt ist.
Der QuietComfort Over-Ear und der QuietComfort 2. Gen. haben eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, beim QuietComfort Ultra 2. Gen. liegt ein 2,5-mm-Kabel mit Adapter auf 3,5 mm bei. Der QuietComfort SC kommt ohne Klinke, dort läuft der Ton nur über Bluetooth.
Quiet ist der Modus mit voller Geräuschunterdrückung, Aware lässt die Umgebung über die Mikrofone durch und macht Gespräche möglich. Immersion kombiniert Noise Cancelling mit räumlichem Klang, der die Bühne vor den Kopf legt statt in ihn hinein. Der Kinomodus arbeitet ähnlich, ist aber auf Filme mit breiten Effekten abgestimmt. Wer oft zwischen Gespräch und Musik wechselt, braucht einen schnellen Wechsel zwischen Quiet und Aware.
Der QuietComfort Over-Ear und der QuietComfort SC kennen nur Quiet und Aware, der QuietComfort 2. Gen. ergänzt 360-Grad-Sound und Kinomodus. Der QuietComfort Ultra 2. Gen. legt Immersion und Kinomodus obendrauf und kostet 333 €.
Der Preisunterschied bei Bose-Kopfhörern kommt aus drei Posten: der Güte der Geräuschunterdrückung, räumlichem Klang und der Laufzeit. Ein Modell mit 24 Stunden und zwei Hörmodi kostet deutlich weniger als eins mit 30 Stunden und Immersion-Modus. Wer nur Musik im Zug hört, zahlt für räumlichen Klang ohne Nutzen. Die Preise auf Amazon.de schwanken, deshalb zählt der Tagespreis vor dem Kauf.
Im Vergleich liegt der QuietComfort SC mit 159 € am unteren Ende, der QuietComfort Ultra 2. Gen. mit 333 € am oberen. Zwischen 194 € für den QuietComfort Over-Ear und 329,99 € für den QuietComfort 2. Gen. liegen 136 €, die vor allem in räumlichen Klang und die neuere Bauform fließen.
Der Anpressdruck entscheidet, ob ein Kopfhörer nach zwei Stunden noch angenehm sitzt. Ohrumschließende Modelle verteilen das Gewicht über einen gepolsterten Bügel, bei Brillenträgern drückt der Bügel der Brille unter dem Muschelpolster. Weiche Kunstlederpolster schmiegen sich an, können aber bei Wärme schwitzen. Wer viel unterwegs ist, sollte auf breite Bügel und große Muschelöffnungen achten.
Der QuietComfort 2. Gen. hat einen breiteren Kopfbügel als der Vorgänger, der QuietComfort Over-Ear setzt auf weiche Muscheln mit gepolstertem Bügel. Bei den QuietComfort Ultra Earbuds 2. Gen. entscheiden neun Kombinationen aus Ohrstücken und Stabilitätsbändern über den Halt, was bei schmalen Gehörgängen mehr Spielraum lässt.
Räumlicher Klang projiziert Stimmen und Instrumente nach außen, sodass Musik wie auf einer Bühne wirkt statt im Kopf zu kleben. Für Filme kommt ein eigener Modus dazu, der Effekte breiter verteilt und Sprache in die Mitte rückt. Der Effekt kostet Akku und Geld, bei Podcasts und Hörbüchern bringt er kaum etwas. Wer hauptsächlich Serien und Konzerte hört, merkt den Unterschied dagegen sofort.
Der QuietComfort Ultra 2. Gen. bietet 360-Grad-Sound und Kinomodus für 333 €, der QuietComfort 2. Gen. bringt TrueSpatial für 329,99 € mit. Beim QuietComfort Over-Ear für 194 € fehlt beides, dafür hat er 20.581 Bewertungen und 24 Stunden Laufzeit.