Der optische Zoom vergrößert über bewegliche Linsen im Objektiv, das Bild entsteht also wirklich größer auf dem Sensor. Der digitale Zoom schneidet dagegen nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Bild und rechnet ihn hoch, dabei gehen Details verloren. Zwölffach reicht für Porträts, Familientreffen und die meisten Städtereisen. Wer Tiere, Vögel oder entfernte Gebäude aufnehmen will, braucht 30-fach und mehr.
Im Canon Kompaktkamera Vergleich trennt der Zoom die Modelle deutlich: Die PowerShot SX740 HS kommt auf 40-fach, die beiden IXUS-Modelle auf 12-fach. Als Canon Reisezoom Kamera für Safari, Vogelbeobachtung und Bergpanoramen holt die SX740 HS am weitesten aus. Für einen Wochenendtrip durch die Altstadt genügen 12-fach, und die IXUS 285 HS legt mit 25 mm Weitwinkel mehr vom Motiv ins Bild.
Der Sensor ist die Fläche, auf die das Objektiv das Licht wirft. Je größer diese Fläche, desto mehr Licht trifft pro Pixel auf, deshalb kann die Kamera kürzer belichten, und das Bild rauscht weniger. Kleine Sensoren im Format 1/2,3 Zoll stecken auch in vielen Smartphones, größere Formate wie 1 Zoll oder 1,4 Zoll liefern bei wenig Licht saubere Bilder, brauchen aber mehr Platz im Gehäuse. Für Sonne und Strand reicht die kleine Fläche, für Konzerte, Abendstimmungen und Innenräume zählt jeder Millimeter.
Im Canon PowerShot Vergleich liegen die Sensoren weit auseinander: Die PowerShot V1 hat 1,4 Zoll und 22,3 Megapixel, die PowerShot SX740 HS und die IXUS 285 HS kommen auf 1/2,3 Zoll. Bei einer Abendaufnahme im Lokal hat die V1 deshalb mehr Reserven, kostet mit 789,42 € aber 164,43 € mehr als die SX740 HS.
Die Blende ist die Öffnung im Objektiv, ein kleiner Wert wie 2,8 steht für eine große Öffnung und viel Licht. Zoomobjektive verlieren Licht, je weiter sie ausfahren, deshalb bleibt am langen Ende oft nur 6,9 übrig. In Räumen und bei Dämmerung hilft eine helle Anfangsblende, weil dann kürzer belichtet werden kann. Bei Sonnenschein spielt der Wert kaum eine Rolle.
Die PowerShot V1 öffnet bis 2,8 und lässt damit am meisten Licht herein, die SX740 HS kommt auf 6,9. Bei einem Abendessen im Restaurant macht das den Unterschied zwischen verwackelt und scharf. Am Mittag genügt die IXUS 285 HS mit 3,6 im Weitwinkel.
4K löst mit 3840 x 2160 Pixeln auf, Full HD mit 1920 x 1080, das sind viermal so viele Bildpunkte. Auf einem großen Fernseher bleiben Details in 4K länger scharf, für Handyclips und Familienfilme reicht Full HD meist aus. 4K-Dateien belegen mehr Speicher und verlangen einen kräftigeren Rechner beim Schneiden.
Die PowerShot SX740 HS filmt in 4K, die PowerShot V1 sogar mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, die beiden IXUS-Modelle bleiben bei Full HD. Wer Ausschnitte später vergrößern will, gewinnt mit 4K an Spielraum. Für Erinnerungsvideos vom Kindergeburtstag reicht Full HD.
WLAN verbindet Kamera und Smartphone direkt miteinander, NFC startet diese Verbindung durch kurzes Auflegen der Geräte. Fotos liegen damit wenige Sekunden nach der Aufnahme in der Galerie oder im Chat, ein Kartenleser wird nicht gebraucht. Große Videodateien brauchen per Funk deutlich länger als über ein Kabel.
Die PowerShot SX740 HS, die IXUS 285 HS und die IXUS 285 HS A übertragen per WLAN, die IXUS 285 HS zusätzlich per NFC. Die PowerShot V1 hat ebenfalls WLAN und dazu USB. Wer Fotos direkt aus dem Urlaub teilen will, spart sich den Umweg über den Rechner.
IXUS nennt Canon seine schlanken Kameras für den Alltag, PowerShot die vielseitigeren Modelle mit mehr Zoom oder größerem Sensor. IXUS-Kameras sind auf einfache Bedienung ausgelegt, mit Automatik und wenigen Tasten. PowerShot reicht von der Reisezoom-Kamera bis zur Vlog-Kamera für Video. Wer nur knipsen will, fährt mit einer IXUS bequemer; wer Zoom oder Videoausstattung braucht, schaut sich bei PowerShot um.
Der Unterschied zeigt sich an den Preisen: Die IXUS 285 HS kostet 379 €, die IXUS 285 HS A 348,70 €, beide mit 12-fach-Zoom und 20,2 Megapixel. Die PowerShot SX740 HS für 624,99 € holt 40-fach heran, die PowerShot V1 für 789,42 € setzt auf 1,4 Zoll Sensorfläche und 4K-Video.
Fotos brauchen wenig Platz, Videos sehr viel: Eine Stunde 4K-Material füllt eine Speicherkarte schneller als ein ganzer Urlaub voller Standbilder. Wer nur knipst, kommt mit 32 GB über Wochen aus, wer regelmäßig filmt, sollte 64 GB oder 128 GB einplanen. Gängige Kompaktkameras nutzen SD-Karten, die es in verschiedenen Geschwindigkeitsklassen gibt.
Die PowerShot SX740 HS speichert 4K-Video und 20,3-Megapixel-Fotos, für sie ist eine schnelle Karte sinnvoll. Die IXUS-Modelle bleiben bei Full HD und 20,2 Megapixel und kommen mit einer einfacheren Karte zurecht.