Aktive Geräuschunterdrückung (ANC) funktioniert mit Mikrofonen, die den Lärm messen und ein Gegensignal an die Treiber schicken; passive Dämmung entsteht allein durch den Sitz der Silikonstöpsel im Gehörgang. Es gibt fest eingestellte Systeme und adaptive, die den Pegel laufend an die Umgebung anpassen. ANC hilft vor allem bei gleichmäßigem Lärm wie Motoren und Lüftungen, Stimmen und Huptöne kommen weiter durch. In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling dämpfen durch den Stöpsel im Ohr schon ohne Elektronik mehr als offene Bauformen.
Die Soundcore P31i für 48,28 € kommen auf 52 dB, die Soundcore P30i für 29,99 € auf 42 dB. Wer die besten In-Ear Kopfhörer mit ANC sucht, muss also nicht zum teuersten Modell greifen: Die Apple AirPods Pro 3 für 199,00 € nehmen bis zu doppelt so viele Störgeräusche weg wie die AirPods Pro 2, kosten aber gut das Vierfache der P31i. Ohne aktive Dämpfung kommen die Sony WF-C510 für 32,99 € und die JBL Wave Buds für 34,99 € aus.
Bei der Laufzeit zählt weniger die Angabe für die Ohrhörer allein als die Summe mit dem Ladecase, weil das Case unterwegs zwei bis drei zusätzliche Ladungen liefert. Ein einzelner Ohrhörer schafft meist 8 bis 12 Stunden, mit Case sind 22 bis 50 Stunden üblich. Schnellladefunktionen verkürzen die Pausen: Wenige Minuten am Kabel reichen für eine weitere Stunde. Für Arbeitsweg und Bürotag genügen 8 Stunden Einzellaufzeit, für Reisen ist die Gesamtlaufzeit entscheidend.
Die Apple AirPods Pro 3 halten 8 Stunden mit ANC durch, die JBL Tune Beam 2 kommen auf 10 Stunden allein und 40 mit Case. Die Ordtop I13 nennen bis zu 50 Stunden inklusive Ladecase, die Sony WF-C510 insgesamt 22 und laden in fünf Minuten Strom für eine Stunde nach.
Ein In-Ear-Kopfhörer klingt nur so gut, wie er im Gehörgang sitzt, weil der Bass über die Abdichtung entsteht. Hersteller legen deshalb mehrere Größen an Silikonaufsätzen bei, üblich sind drei bis fünf. Leichte Gehäuse bleiben beim Nicken und Laufen besser an Ort und Stelle, ein zu großer Aufsatz drückt dagegen nach einer Stunde. Wer empfindliche Ohren hat, probiert kleinere Aufsätze zuerst aus, bevor er den Klang beurteilt.
Wer die besten kabellosen In-Ear-Kopfhörer für sein Ohr sucht, hat bei den Apple AirPods Pro 3 fünf Größen zur Wahl, bei den Soundcore P31i vier von XS bis L. Die Ordtop I13 wiegen 3,5 g pro Ohrhörer, die Sony WF-C510 4,6 g, was bei längeren Läufen den Unterschied macht.
Bluetooth überträgt Musik komprimiert, und der Codec bestimmt, wie viel dabei verloren geht. SBC ist der Standard, AAC verbreitet sich bei Apple-Geräten, LDAC schickt deutlich mehr Daten und erreicht damit Hi-Res-Qualität, braucht aber ein passendes Android-Handy. Auf dem iPhone bleibt LDAC ungenutzt, dort läuft Audio über AAC. Wer vor allem Podcasts hört, merkt wenig vom Unterschied, bei Musik mit vielen Instrumenten ist er hörbar.
Im Vergleich beherrschen nur die Soundcore P31i LDAC und sind entsprechend Hi-Res-zertifiziert. Die Apple AirPods Pro 3 setzen auf AAC und personalisiertes 3D Audio, die JBL Tune Beam 2 regeln den Klang über einen EQ in der App.
Die IP-Schutzart nennt zwei Dinge: die erste Ziffer den Schutz gegen Staub, die zweite gegen Wasser. IPX4 hält Spritzwasser aus allen Richtungen ab, IP54 deckt zusätzlich Staub ab, IP-X7 bedeutet zeitweises Untertauchen. Für Regen und Schweiß reicht IPX4, bei starkem Schwitzen ist IPX5 sinnvoll, wer die Ohrhörer nach dem Laufen abspült, braucht mindestens IP-X7. Zum längeren Schwimmen taugt auch IP-X7 nicht.
Die Sony WF-C510 sind nach IPX4 geschützt, die JBL Wave Buds an den Ohrhörern nach IPX2 und am Etui nach IP54. Die Ordtop I13 tragen IP-X7 und halten damit im Vergleich am meisten Wasser aus, die Soundcore P30i liegen mit IP54 dazwischen.
Multipoint erlaubt es, zwei Geräte gleichzeitig per Bluetooth verbunden zu halten, etwa Laptop und Smartphone, und die Tonquelle ohne neues Koppeln zu wechseln. Das Ladecase schützt die Ohrhörer und lädt sie mehrfach nach, manche Modelle dienen zusätzlich als Ständer für das Handy. Ein USB-C-Anschluss am Case ist heute Standard, ein mitgeliefertes Kabel nicht bei jedem Hersteller. Wer zwischen Rechner und Handy pendelt, merkt Multipoint täglich, wer nur ein Gerät nutzt, braucht es nicht.
Die Sony WF-C510 und die JBL Tune Beam 2 koppeln per Multipoint mit zwei Geräten. Das Case der Soundcore P30i lässt sich als Handyhalter aufstellen, bei den Apple AirPods 5 fehlt ein Ladekabel im Karton.