Ohrumschließende Kopfhörer legen sich mit Polstern um die ganze Ohrmuschel und dichten dadurch am besten ab. Ohraufliegende Modelle drücken auf das Ohr, sparen Gewicht und lassen mehr Umgebung durch. In-Ear-Hörer sitzen mit Aufsätzen im Gehörgang, wiegen wenig und halten beim Sport, brauchen aber einen passenden Sitz. Für lange Hörsitzungen am Schreibtisch passt Over-Ear, für Sport und Telefonate unterwegs In-Ear.
Der Beats Studio Pro umschließt das Ohr und ist der einzige Over-Ear im Vergleich, der Beats Solo 4 liegt mit 217 g auf dem Ohr und lässt Stimmen im Raum deutlicher durch. Beats Over-Ear mit Noise Cancelling gibt es im Vergleich nur als Studio Pro für 219,99 €. Für Läufe ist mit den Powerbeats Fit für 188,00 € die leichtere Bauform im Angebot.
Aktives Noise Cancelling nimmt Umgebungsgeräusche mit Mikrofonen auf und spielt sie gegenphasig zurück, sodass Motorbrummen und Stimmen leiser werden. Adaptive Systeme messen den Lärm fortlaufend und regeln nach, ein Transparenzmodus hebt die Dämpfung teilweise wieder auf. In Bus, Bahn und Großraumbüro bringt ANC den größten Gewinn, zu Hause reicht oft die passive Abschirmung der Polster. Mikrofone und Elektronik kosten Geld und Platz, deshalb sind Hörer mit ANC teurer und schwerer.
Von den sieben Modellen haben vier aktives ANC: Studio Pro, Powerbeats Fit, Fit Pro und Powerbeats Pro 2. Der Solo 4 für 174,90 € dämpft nur passiv, die Flex für 68,90 € hat keine Dämpfung. Fürs Büro liegt der Studio Pro mit 4,4 von 5 Sternen bei 3.969 Bewertungen vorn.
Die Laufzeitangabe zählt Stunden pro Ladung; bei In-Ear-Hörern kommt das Ladecase dazu und liefert oft mehrere volle Ladungen. Für eine Stunde Arbeitsweg an fünf Tagen reichen 5 bis 8 Stunden, wer Flüge oder Wandertage plant, braucht mehr. Schnellladefunktionen holen in wenigen Minuten eine Stunde Musik heraus. Große Akkus machen Hörer schwerer, In-Ears mit Case bleiben trotzdem leichter als Bügelmodelle.
Im Beats Kopfhörer Vergleich liegen zwischen der Beats Flex mit bis zu 12 Stunden und dem Beats Solo 4 mit bis zu 50 Stunden mehr als vier Tage Musik. Die Powerbeats Pro 2 kommen mit Ladecase auf 45 Stunden, die Solo Buds auf 18 Stunden ohne Akku im Case. Wer selten eine Steckdose findet, fährt mit dem Solo 4 am längsten.
Die Chips von Apple übernehmen Funkverbindung und Kopplung. Der W1 in älteren Modellen verbindet sich per Bluetooth Klasse 1 mit Apple-Geräten, der H1 schaltet automatisch zwischen iPhone, iPad und Mac um und nimmt „Hey Siri“ an, der H2 bringt mehr Rechenleistung für Klangverarbeitung und ANC. Wer nur ein Gerät nutzt, merkt davon wenig; wer täglich zwischen Handy und Laptop wechselt, spart sich das Umkoppeln. Mit Android funktionieren die Hörer ebenfalls, die Beats App übernimmt dann Einstellungen und Updates.
Die Beats Flex setzt auf den W1 und koppelt per Bluetooth Klasse 1, die Fit Pro mit H1 wechseln automatisch zwischen iPhone und Mac. In den Powerbeats Pro 2 arbeitet der H2, der zusammen mit der Beats App auch die Pulsmessung steuert. Wer oft zwischen zwei Apple-Geräten springt, merkt den Unterschied im Alltag.
Beim Training entscheidet der Sitz darüber, ob man die Hörer nachziehen muss. In-Ears halten über formbare Wingtips, die sich in der Ohrmuschel abstützen, oder über Ohrbügel, die hinter dem Ohr einhaken. Schweiß verlangt nach einer Schutzklasse, IPX4 hält Spritzwasser aus allen Richtungen ab. Wer die besten Beats In-Ear Kopfhörer fürs Training sucht, entscheidet über den Halt, nicht über die Ausstattung.
Die Beats Powerbeats Fit stützen sich mit Wingtips ab und kosten 188,00 €, die Powerbeats Pro 2 halten mit Ohrbügeln und messen zusätzlich den Puls, kosten aber 228,00 €. Beide tragen IPX4. Beats Kopfhörer für Sport mit Ohrbügeln gibt es sonst nur als Fit Pro für 169,99 €, die bei 4,1 von 5 Sternen stehen.
Vier Ohreinsätze in verschiedenen Größen decken die meisten Gehörgänge ab; sitzt der Aufsatz zu klein, rutscht der Bass weg. Bei Bügelmodellen zählt der Anpressdruck: Ein straffes Kopfband hält, drückt aber nach zwei Stunden. Polster aus Kunstleder dichten ab und werden warm, offene Polster lassen Luft durch. Das Gewicht entscheidet über lange Sitzungen, unter 250 g bleibt ein Kopfhörer auch auf Reisen unauffällig.
Die Beats Flex wiegt 81,9 g und kommt mit vier Ohreinsatz-Größen, der Solo 4 bringt 217 g auf die Waage. Wer zwischen Beats Studio Pro und Solo 4 im Vergleich schwankt, entscheidet vor allem über das Gewicht: geschlossene Muscheln für 219,99 € gegen 217 g für 174,90 €.