Licht im Aquarium wird über die Menge gemessen, die am Bodengrund ankommt, nicht über die Wattzahl auf dem Etikett. Watt sagt, wie viel Strom die Lampe zieht, Lumen, wie viel sichtbares Licht sie abgibt. Anspruchslose Arten wie Javafarn, Anubias und Cryptocoryne wachsen bei niedrigem bis mittlerem Licht, empfindliche Teppichpflanzen brauchen deutlich mehr. Bei LED-Leisten entscheidet deshalb das Zusammenspiel aus Lumen, Abstrahlwinkel und Höhe über dem Wasser.
Die SEAOURA Aquariumbeleuchtung 60-75 cm liefert 2.034 Lumen aus 168 LED-Chips bei 24 Watt und ist auf niedrige bis mittlere Lichtbedürfnisse ausgelegt. Die hygger Aquariumleuchte 46 W zieht mit 46 Watt fast doppelt so viel Strom, ohne dass daraus automatisch mehr Licht am Bodengrund folgt.
Wasserpflanzen nutzen vor allem rote und blaue Wellenlängen für die Photosynthese, grünes Licht wird zu einem großen Teil zurückgeworfen. Eine Aquariumlampe Vollspektrum deckt diesen Bereich ab und lässt zusätzlich die Farben von Fischen natürlich wirken. Der Farbwiedergabeindex (CRI) beschreibt, wie naturgetreu das Licht Farben zeigt, Werte ab 90 gelten als gut. Für reine Fischbecken reicht ein kühleres Weiß, für Pflanzenbecken lohnt der Blick auf die Rotanteile.
Die NICREW C10 24/7 LED 120-150 cm lässt rote, grüne, blaue und weiße LEDs einzeln von 0 bis 100 % dimmen und erreicht einen CRI von 90. Die SEAOURA Aquariumbeleuchtung 60-75 cm setzt verstärkte Rot- und Blauanteile ein und kommt auf einen CRI von 92.
Eine Aquarium Beleuchtung LED mit Timer schaltet zu festen Zeiten ein und aus, mehr nicht. Ein 24/7-Modus arbeitet mit mehreren Zeitfenstern und fährt die Helligkeit hoch und wieder herunter, oft bis zu einem blauen Nachtlicht. Für Fische und Pflanzen zählt ein gleichmäßiger Rhythmus mehr als die maximale Helligkeit. Wer ohnehin jeden Tag zu Hause ist, kommt mit einer einfachen Zeitschaltuhr aus.
Die NICREW C10 24/7 LED 120-150 cm verteilt Farbe und Helligkeit auf zehn Zeitfenster, die NICREW RGB+W 24/7 120-150 cm kommt mit fünf Zeitpunkten und einer Fernbedienung. Die Juwel PrimoLux LED 100 hat kein eingebautes Tagesprogramm und braucht eine externe Schaltuhr.
Die Leiste sollte die Beckenlänge möglichst vollständig abdecken, sonst bleiben die Ecken dunkel. Ausziehbare Halterungen gleichen einige Zentimeter aus, ersetzen aber keine passende Grundlänge. Bei Becken mit Mittelsteg braucht es zwei kürzere Leisten oder ein Modell, das sich teilen lässt. Gemessen wird die Außenkante des Beckens, nicht die Glasstärke.
Die SEAOURA Aquariumbeleuchtung 60-75 cm deckt über ihre ausziehbaren Halterungen 60 bis 75 cm ab, die NICREW C10 24/7 LED 120-150 cm reicht von 1,20 bis 1,50 m. Für 45 bis 60 cm gibt es die hygger Aquariumleuchte 26 W 45-60 cm für 35,99 €.
Die IP-Schutzart sagt, wie gut eine Leuchte gegen Wasser geschützt ist. IP67 hält Spritzwasser und kurzes Eintauchen aus, IP68 ist für dauerhaften Aufenthalt unter Wasser gedacht. Unter einer geschlossenen Abdeckung sammelt sich Kondenswasser, dort ist eine höhere Schutzart sinnvoll. Auf offenen Becken halten ausziehbare Halterungen die Leiste über der Wasseroberfläche.
Die hygger Tauchlampe 24 W 71-137 cm hängt mit zwei Saugnäpfen im Wasser und braucht keine Halterung. Die fishkeeper IP68 Aquariumlampe 36 W bringt 1,42 kg auf den Beckenrand, die hygger Clip-On 24 W klemmt dagegen an Scheiben bis 0,9 Zoll Dicke.
LED-Leisten verbrauchen deutlich weniger Strom als die alten T5-Röhren, der Unterschied steckt in der Wattzahl. Bei acht Stunden Beleuchtung am Tag zählt jedes Watt, über ein Jahr summiert sich das. Entscheidend ist außerdem, wie effizient die Lampe das Licht abgibt: Weniger Watt mit vielen Lumen kann sparsamer sein als eine stärkere Leiste. Die Juwel PrimoLux LED 100 gibt bis zu 50 % Ersparnis gegenüber T5 an.
Die hygger Aquariumleuchte 46 W zieht mit 46 Watt fast doppelt so viel Strom wie die SEAOURA Aquariumbeleuchtung 60-75 cm mit 24 Watt. Die Juwel PrimoLux LED 100 liegt mit 29 Watt dazwischen und bringt zwei Röhren mit, die sich einzeln tauschen lassen.
Ob eine Leiste auf dem Rand aufliegt, eingeklemmt wird oder unter Wasser hängt, entscheidet über den Aufbau des Beckens. Geschlossene Abdeckungen brauchen eine Leuchte, die unter die Haube passt und Feuchtigkeit verträgt. Offene Becken vertragen eine aufliegende Leiste, solange die Halterungen weit genug ausziehen. Bei Becken ohne Rand bleibt nur eine Klemm- oder Tauchlösung.
Die hygger Clip-On 24 W klemmt an Scheiben bis 0,9 Zoll Dicke und steuert mit einem Controller bis zu drei Leuchten. Die hygger Tauchlampe 24 W 71-137 cm arbeitet dagegen komplett im Wasser und braucht überhaupt keinen Rand.
Dimmbare Leisten regeln die Helligkeit in Stufen herunter, statt hart abzuschalten. Das hilft, Algen nach einer Umstellung zu vermeiden, und lässt das Licht abends weniger grell wirken. Zehn Stufen sind feiner als fünf, im Alltag reichen oft drei bis vier. Wichtiger als die Zahl der Stufen ist, ob sich die Phasen automatisch abrufen lassen.
Die hygger Aquariumleuchte 26 W 45-60 cm bietet zehn Helligkeitsstufen, die hygger Clip-On 24 W nur fünf. Die SEAOURA Aquariumbeleuchtung 60-75 cm dimmt in 20 Stufen und speichert drei Programme.
Ein Becken mit Mittelsteg oder großer Tiefe bekommt mit einer Leiste in der Mitte oft zu wenig Licht an den Rändern. Zwei kürzere Leisten verteilen das Licht gleichmäßiger, kosten aber doppelt Strom und brauchen zwei Steckdosenplätze. Wer mehrere kleine Becken betreibt, kommt mit einem gemeinsamen Controller weiter. Für tiefe Becken zählt vor allem die Leistung, nicht die Anzahl der Leisten.
Die hygger Clip-On 24 W steuert mit einem Controller zwei bis drei Leuchten gleichzeitig. Die NICREW RGB+W 24/7 120-150 cm bringt 39 Watt auf 1,20 bis 1,50 m und deckt diese Länge mit einer Leiste ab.
Acht Stunden Beleuchtung am Tag sind ein gängiger Richtwert für bepflanzte Becken. Mehr Licht bedeutet mehr Photosynthese, aber auch mehr Algenwachstum, wenn Nährstoffe und CO2 nicht mitziehen. Eine Mittagspause mit abgeschaltetem Licht bremst Algen und wird oft bei stark beleuchteten Becken genutzt. Wichtig ist ein gleichbleibender Rhythmus, den Fische und Pflanzen erwarten können.
Die SEAOURA Aquariumbeleuchtung 60-75 cm speichert dafür einen Tag-, einen Nacht- und einen 24/7-Plan. Die fishkeeper IP68 Aquariumlampe 36 W bietet neun Timer von 4 bis 12 Stunden, die hygger Tauchlampe 24 W 71-137 cm fünf Stufen von 4 bis 12 Stunden.
Der Sterneschnitt allein sagt wenig, erst die Zahl der Bewertungen zeigt, ob die Note belastbar ist. 4,6 Sterne aus 3.294 Bewertungen wiegen schwerer als 4,6 Sterne aus 109 Bewertungen. Auch das Alter der Leiste spielt hinein, weil Langzeiterfahrungen zu Netzteil und Dichtung erst nach Monaten auftauchen. Ein Blick in die negativen Bewertungen verrät oft mehr als der Durchschnitt.
Die Juwel PrimoLux LED 100 hat 4,6 Sterne bei 3.294 Bewertungen, die hygger Aquariumleuchte 26 W 45-60 cm dieselbe Note bei 109 Bewertungen. Die AQQA Aquariumleuchte 36 W kommt auf 4,3 Sterne aus 59 Bewertungen.