Der Blattdurchmesser bestimmt, wie tief das Sägeblatt ins Werkstück eintaucht. Bei 216 mm liegt die Schnitthöhe je nach Bauart bei rund 66 mm, bei 305 mm sind bis zu 90 mm möglich. Größere Blätter brauchen mehr Motorleistung und bringen mehr Gewicht mit. Für Leisten, Bretter und Möbelteile reicht 216 mm, für Türblätter, Dielen und Balken ist 305 mm die Größe der Wahl.
Wer eine Bosch Professional Kappsäge 216 mm kauft, wählt zwischen sieben Modellen; nur die GCM 305-254 D kommt auf 90 mm Schnitthöhe. Die GCM 305-216 D schafft mit 216-mm-Blatt 66 mm Höhe bei gleicher Breite von 305 mm. Die große Säge wiegt 20,5 kg, die GCM 80 SJ mit 216-mm-Blatt 13,5 kg.
Die Leistungsaufnahme in Watt zeigt, wie viel Kraft der Motor für harte Hölzer und breite Werkstücke hat. 1200 bis 1300 Watt decken gelegentliche Schnitte in Fichte und Kiefer ab. Ab 1500 Watt halten Sägen auch Serienschnitte in Eiche und Buche durch. Mehr Leistung kostet Gewicht und Preis, an einer normalen Steckdose bleibt das unproblematisch.
Die Spanne im Vergleich reicht von 1200 Watt bei der GCM 305-216 D bis 1600 Watt bei der GCM 8 SJL und der GCM 8 SDE. Eine Bosch Kappsäge für Heimwerker wie die GCM 80 SJ kommt mit 1400 Watt und wiegt 13,5 kg. Die GCM 305-254 D liegt mit 1500 Watt dazwischen.
Ein Laser projiziert die Schnittlinie auf das Werkstück, bevor das Sägeblatt eintaucht. Der Anriss lässt sich damit prüfen, ohne die Maschine zu starten, und der Verschnitt sinkt. Eine einzelne Linie genügt für gerade Kappschnitte, zwei Linien links und rechts vom Blatt zeigen bei Gehrungen beide Kanten. Bei Tageslicht im Freien ist der Strahl schwächer zu erkennen als in der Werkstatt.
Die GCM 305-216 D arbeitet mit zwei Laserlinien, die GCM 216 mit einem einfachen Laser für die Sägekante. Die GCM305-216S zeigt die Linie stattdessen über ein LED-Lichtsystem, das ohne Nachjustieren auskommt. Wer drinnen sägt, sieht den Strahl deutlich besser als auf dem Rohbau.
Kabelgebundene Kappsägen ziehen ihre Leistung konstant aus der Steckdose, solange Strom fließt. Akku-Modelle laufen mit 18 Volt und kommen ohne Netzanschluss aus, verlieren bei sinkender Ladung aber an Kraft. Akku und Ladegerät kosten extra, sofern kein passendes System vorhanden ist. Auf dem Dach, im Rohbau und im Garten entscheidet die Steckdose, in der Werkstatt das Kabel.
Eine Kapp- und Gehrungssäge von Bosch ohne Kabel gibt es im Vergleich nur als GCM 18V-216 D: 18 Volt, 16,2 kg, 428,99 € ohne Akku und Ladegerät. Alle anderen sieben Modelle laufen am Kabel, darunter die GCM 8 SJL mit 1600 Watt für 411,41 € und die GCM 80 SJ für 166,37 €.
Das Gewicht entscheidet, ob eine Kappsäge zwischen Werkstatt und Baustelle pendelt oder fest steht. Unter 14 kg lässt sich eine Säge allein tragen, ab 18 kg braucht es eine zweite Person. Dazu kommt der Platz: Lange Bretter müssen links und rechts aufliegen, sonst kippt das Werkstück. Wer in einer kleinen Garage sägt, misst die Tischlänge vor dem Aufbau.
Die GCM 216 wiegt 11,5 kg, die GCM 80 SJ 13,5 kg, die GCM 8 SJL 17,3 kg. Am anderen Ende stehen die GCM 305-254 D mit 20,5 kg und die GCM305-216S mit 21 kg. Zwischen der leichtesten und der schwersten Säge liegen 9,5 kg.
Der Preis richtet sich nach Blattdurchmesser, Motorleistung und Ausstattung wie Laser oder SDS-Wechsel. Einfache Sägen mit 216-mm-Blatt beginnen unter 200 €, Profi-Modelle mit 305 mm und 1500 Watt liegen über 500 €. Ersatzblätter, Arbeitstische und Klemmen kommen separat dazu. Wer selten sägt, zahlt sonst für Kapazität, die nie zum Einsatz kommt.
Wer noch überlegt, welche Bosch Kappsäge kaufen, findet im Bosch Kappsäge Vergleich zwei Preisgruppen: 166,37 € bis 199,99 € für die einfachen 216-mm-Modelle und 378,99 € bis 579,00 € für die größeren und besser ausgestatteten Sägen. Die GCM 305-254 D kostet 529,99 €, die GCM 8 SDE 579,00 €.
Der Schnittwinkel beschreibt, wie die Säge zum Werkstück steht: Ein gerader Kappschnitt trennt auf 90 Grad, eine Gehrung schneidet schräg durch das Profil, eine Neigung kippt den Sägekopf zusätzlich zur Seite. Gehrungen braucht, wer Ecken an Passtücken schließt, etwa an Fußleisten und Zierrahmen. Eine beidseitige Neigungsverstellung spart das Umdrehen langer Werkstücke, weil der Kopf nach links und rechts kippt.
Die GCM 8 SDE und die GCM 305-254 D sowie die GCM 18V-216 D erlauben das Neigen nach beiden Seiten, bei der GCM305-216S sitzt der Drehschalter vorn und lässt sich von der Bedienseite greifen. Alle acht Modelle sind als Kapp- und Gehrungssäge ausgelegt, der Unterschied liegt in der Bedienung.